Wie weiter mit SCHMOLZ und BICKENBACH?

Die rasche Folge nicht vertrauenerweckender Pressemeldungen im November alleine:

Wie weiter mit SCHMOLZ und BICKENBACH?
Clemens Iller CEO der SCHMOLZ und BICKENBACH Gruppe
  • 11. November 2019: “Über die Kapitalerhöhung wird die ausserordentliche Generalversammlung („AGV“) vom 2. Dezember 2019 abstimmen. Das Aktienkapital soll neu um mindestens CHF 325 Millionen erhöht werden, mit einer gleichzeitigen Nennwertreduktion”
  • 12. November 2019: Anlässlich der Präsentation des Q3 2019 Resultates teilte der CEO Clemens Iller mit: „Nachdem bereits in der ersten Jahreshälfte eine spürbare Verschlechterung der Nachfrage zu beobachten war, brachen die Absatzmärkte im dritten Quartal auf breiter Basis ein.” Dieses wies folgende Kernpunkte auf:
  1. Absatzmenge in Q3 2019 aufgrund eines ausgeprägten und anhaltenden Nachfragerückgangs mit 405 Kilotonnen deutlich unter Vorjahresquartal mit 470 Kilotonnen
  2. Bereinigtes EBITDA von EUR –32,9 Mio. spiegelt schlechte Marktlage wider (Q3 2018: EUR 41,8 Mio.)
  3. In Q3 2019 mussten die Nettoaktiven der Business Units DEW, Ascometal, Finkl Steel und Steeltec um EUR 297,4 Mio. wertberichtigt werden
  4. Positiver Free Cash Flow von EUR 6,0 Mio. dank der weiteren erfolgreichen Reduktion von Lagerbeständen, verglichen mit EUR –2,6 Mio. in Q3 2018
  5. Nettoverschuldung bei EUR 724 Mio., leicht höher als zum Ende von Q2 2019 mit EUR 709 Mio.
  6. Ausblick 2019: SCHMOLZ + BICKENBACH erwartet ein bereinigtes EBITDA von weniger als EUR 70 Mio.
  • 21. November 2019: Das Unternehmen einigt sich mit deutschem Bundeskartellamt bezüglich der Ermittlungen wegen vermuteter kartellrechtswidriger Praktiken. Die Parteien haben sich auf eine Geldbusse in der Höhe von EUR 12,3 Millionen geeinigt
  • 25. November 2019: SCHMOLZ und BICKENBACH hat von der Übernahmekommission die Mitteilung erhalten, dass die Gesuche von Martin Haefner/BigPoint Holding AG bzw. Liwet Holding AG betreffend Ausnahme von der Angebotspflicht im Zusammenhang mit der geplanten Kapitalerhöhung bezüglich SCHMOLZ + BICKENBACH abgewiesen wurden. SCHMOLZ + BICKENBACH ficht die Verfügung an und hat dagegen heute bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA Beschwerde eingelegt. Aufgrund der Sachlage ist SCHMOLZ + BICKENBACH davon überzeugt, dass den Gesuchen von Martin Haefner/BigPoint Holding AG und Liwet Holding AG entsprochen werden muss, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.
Weitere Texte:  Wintershall Dea: 3. Quartal 2019: Starkes operatives Ergebnis

Wegen des Drucks gegen die Sanierungspläne der Übernahmekommission gab der Aktienkurs weiter nach. So auch am 26. November 2019 weiter nach um ganze  -11,11 Prozent (Tagesverlust). Die Aktie schloss bei CH 0,228.

(S+B)

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