UBS Q3 2019 Reingewinn: Mit CHF 1,046 Mrd. höher als erwartet, jedoch 16 Prozent tiefer als Vorjahresperiode

USB: Kernziffern von Q3 2019

  • Ausgewiesener Vorsteuergewinn USD 1,3 Mrd.; bereinigter1 Vorsteuergewinn USD 1,5 Mrd.
  • Ausgewiesener RoCET12 12,1 % für 3Q19 und 13,8 % für die ersten neun Monate 2019
  • Harte Kernkapitalquote (CET1) 13,1 % und Leverage Ratio des harten Kernkapitals (CET1) 3,8 %; Tier 1 Leverage Ratio 3 5, 6% Verwaltete Vermögen von USD 3,4 Bio. in GWM und AM zusammen; Nettoneugelder von USD 49 Mrd.
  • UBS das fünfte Jahr in Folge Branchenleaderin im Dow Jones Sustainability Index
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UBS erzielte im dritten Quartal 2019 in einem schwierigen Umfeld ein solides Ergebnis. Der ausgewiesene Vorsteuergewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (YoY) um 21% auf USD 1345 Millionen und der bereinigte Vorsteuergewinn um 18% auf USD 1459 Millionen. Das bereinigte Aufwand-Ertrags-Verhältnis des Konzerns belief sich auf 79,1%. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn betrug USD 1049 Millionen, ein Minus von 16% YoY. Die ausgewiesene Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) lag bei 12,1%.

Global Wealth Management (GWM) verbuchte einen bereinigten Vorsteuergewinn von USD 919 Millionen; die verwalteten Vermögen kletterten auf rekordhohe USD 2502 Milliarden; der Ertrag aus wiederkehrenden Nettogebühren nahm im Vergleich zum Vorquartal zu. Personal & Corporate Banking wies einen bereinigten Vorsteuergewinn von USD 362 Millionen aus; das Nettoneugeschäftsvolumen in Personal Banking wuchs mit 3,0% (3,1% in CHF) kräftig. Der bereinigte Vorsteuergewinn in Asset Management (AM) betrug USD 135 Millionen, und der Geschäftsertrag nahm YoY zu; die verwalteten Vermögen stiegen infolge der kräftigen Nettoneugeldzuflüsse auf USD 858 Milliarden. Die Investment Bank (IB) wies einen bereinigten Vorsteuergewinn von USD 203 Millionen aus; die bereinigte annualisierte Rendite auf zugeteiltem Eigenkapital betrug 6,6%. Der bereinigte Vorsteuerverlust des Corporate Center belief sich auf USD 160 Millionen.

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Die Kapitalposition von UBS ist nach wie vor stark: Die harte Kernkapitalquote (CET1) liegt bei 13,1%, die Leverage Ratio des harten Kernkapitals (CET1) bei 3,8%, die Tier 1 Leverage Ratio (vollständig umgesetzt) bei 5,6% und das verlustabsorbierende Kapital bei USD 88 Milliarden. UBS kaufte im dritten Quartal 2019 im Rahmen des entsprechenden Programms eigene Aktien im Wert von USD 306 Millionen zurück. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Aktienrückkäufe auf USD 604 Millionen. Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital stieg um USD 3 Milliarden, wovon USD 2 Milliarden auf Other Comprehensive Income aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen entfielen. Dies widerspiegelte in erster Linie die Erfassung eines Überschusses beim Schweizer Vorsorgeplan und wirkte sich nicht auf das harte Kernkapital (CET1) aus.

Ausblick durch die UBS

Die Stimulierungsmassnahmen und die Lockerung der Geldpolitik durch die Notenbanken könnten dazu beitragen, die Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums mittelfristig zu mildern. Nach wie vor trüben geopolitische Spannungen und Handelskonflikte die Anlegerstimmung. Fortschritte bei der Lösung dieser Probleme würden wahrscheinlich die Stimmung aufhellen und die Konjunkturaussichten verbessern.

Die ohnehin tiefen, teils hartnäckig negativen Zinsen sowie die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen werden den Nettozinsertrag im Vergleich zum letzten Jahr beeinträchtigen. Unser diversifizierter Regionen- und Geschäftsmix und die getroffenen Massnahmen werden uns dabei helfen, die Auswirkungen zu mindern. Der Anstieg der verwalteten Vermögen sollte zudem dem wiederkehrenden Ertrag zugutekommen.

Bei der Umsetzung der UBS-Strategie streben wir ein ausgewogenes Verhältnis von Wachstumsinvestitionen einerseits und Effizienzmassnahmen andererseits an. Zugleich achten wir weiter darauf, unsere Ziele bei der Kapitalrückführung zu erreichen und für unsere Aktionäre nachhaltigen, langfristigen Wert zu schaffen.

(UBS)

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