Techwerte profitieren vom Wahltag – Trump in Swing States vorne

Während Trump vom Wahlbetrug spricht und sogar die Auszählung der Stimmen in einigen Staaten stoppen lassen möchte, startet der DAX mit Verlusten. Am Dienstag war die Wall Street noch sicher, dass es einen Machtwechsel im Weißen Haus gibt – jetzt sieht es doch etwas anders aus. Trump konnte einige wichtigen Staaten für sich entscheiden und ist in vielen Swing States vorne.

Investoren setzten auf „blaue Welle“

USA Swing StatesGestern noch sah es so aus, dass die Investoren auf die „blaue Welle“ setzten und davon ausgingen, dass Joe Biden der neue Präsident der USA wird. Der DAX stieg 2,6 Prozent und legte auf 12.088 zu. In der Zwischenzeit macht sich jedoch Ungewissheit breit und der Dax sackte bis auf 11.848 Punkte ab. Der MDax gewann 0,3 Prozent und der Eurostoxx als Leitbarometer notierte 0,9 Prozent niedriger.

Wie Donald Trump gestern schon ankündigte, werde er sich als Wahlsieger sehen, wenn die Ergebnisse eindeutig wären. Auch wenn dies nicht der Fall ist, twitterte er schon, dass er der Sieger ist und sprach auch von Wahlbetrug. Er möchte sogar verhindern, dass die noch ausstehenden Auszählungen gestoppt werden. Der Dow Future wie auch der Futures des S&P 500 rutschen durch diese Aussage in den roten Bereich. Nur die Technologiebörse Nasdaq kann ein Plus verzeichnen.

Die Zitterpartie beginnt erst

Experten befürchten jetzt, dass es Tage dauert, bis der Sieger endlich feststeht. Durch Trumps Aussage ist genau das eingetreten, was die Börse nicht wollte. Gerichte werden wohl über den weiteren Verlauf entscheiden müssen und so kann sich die Zitterpartie noch eine Weile hinziehen. Investoren stellen sich auf eine Hängepartie ein.

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Die Technologie-Werte hingegen profitieren von Trump

Auch wenn die Börse eindeutig auf Bidens Seite war, dürfte eine zweite Amtszeit für die Tech-Werte von Vorteil sein. Sie werden profitieren und deutlich besser entwickeln. Dies liegt daran, dass die Demokraten die Branche kritisiert hatten und weil durch höhere Unternehmenssteuern die Firmen belastet werden.

Die Wetten werden angepasst

Ein Zeichen dafür, dass die Wetten angepasst werden ist der chinesische Yuan. Dieser, wie auch der mexikanische Peso rutschen deutlich ab – gegenüber dem Dollar. Laut Händlern ist dies ein Zeichen dafür, dass die Investoren auf eine zweite Amtszeit von Präsident Trump wetten. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass das Weiße Haus auf eine protektionistische Handelspolitik drängen wird.

Die Chancen sinken von Minute zu Minuten, dass es auf einen klaren demokratischen Sieg hinausläuft, ließ Chefstratege Matt Sherwood beim Finanzdienstleister Perpetual verlauten.

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