Steuerlast wird Wachstum drücken und Aktien stagnieren

Steuerlast hoch
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In Europa werden massive Steuererhöhungen nicht ausbleiben. Dies bedeutet aber auch, dass eine dynamische Konjunkturerholung nicht erwartet werden kann. Zudem werden auch die Aktien stagnieren und genau dies kam bei Anlegern noch nie gut an.

Nachdem der Aktienmarkt nach dem Crash im März ein neues Allzeithoch verzeichnen konnte, muss Europa noch warten. In greifbarer Nähe ist es nicht, obwohl der DAX diesem recht nahe kam. Die kräftige Erholung der Industrie und die Hilfsgelder der Regierung konnten den DAX zumindest in die Nähe des Allzeithochs bringen.

Steuerlast wird stark steigen

Die nächsten Jahre werden für die europäischen Aktienmärkte ebenfalls keine Wende bringen, da Steuererhöhungen nicht absehbar sind. In Spanien wurden beispielsweise schon starke Steuererhöhungen angekündigt und wie immer trifft es die arme Bevölkerung. Im Gegensatz zu den USA, bei denen wohl eine Steuererhöhung ausbleibt. Schaut man sich Griechenland an, liegt hier die Staatsverschuldung bei fast 200 % der Wirtschaftsleistung. In Italien schaut es auch nicht besser aus und hier liegt die Staatsverschuldung bei 150 %, in Portugal bei 130 % und in Frankreich und Spanien bei rund 110 %.

Viele der Staaten hatten sich vor der Corona-Pandemie ein wenig erholt. Portugal sparte und konnte die Staatsverschuldung sogar auf 117 % drücken – dann kam Corona. Doch auch in den anderen Ländern sieht es nicht besser aus, was dazu führt, dass Steuererhöhungen nötig sind. Auch Länder wie Dänemark, Niederlande, Österreich und Schweden müssen mit ansteigenden Schulden kämpfen.

Die Steuerlast wird das Wachstum drücken

Die Länder in der Eurozone müssen somit die Steuern massiv erhöhen. Das Problem ist dann aber wieder, dass es nicht so einfach umzusetzen ist. Zum einen werden es die Bürger und Unternehmer nicht einfach so hinnehmen und zum anderen werden dann auch Konsum und Investitionen sinken. Weiterhin besteht das Problem, dass die Menschen zugrunde gehen, weil sie kein Geld mehr haben, um wichtige Lebensmittel zu kaufen. Die Armut dürfte als sehr stark steigen.

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Weiterhin sind die massiven Steuererhöhungen nicht leicht umsetzbar, da praktisch alle Sektoren hoch verschuldet sind, um irgendwie aus der Pandemie zu kommen. Langfristig führt dies dann dazu, dass das Wachstum durch die Steuerlast sehr stark gedrückt wird. Somit wird auch der Aktienmarkt beeinflusst. Dies kann dann dazu führen, dass es eine jahrelange Stagnation gibt, welches die Anleger nicht freundlich stimmen wird.

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