Private Dienstunfähigkeitsversicherung – Versorgungslücke schließen

Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist der besondere Schutz für Beamte bei Dienstunfähigkeit. Denn anders als viele denken, können auch Beamte bei einer Dienstunfähigkeit in hohe finanzielle Schwierigkeiten kommen. Ebenso reicht oftmals der Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nicht aus.

So wird Dienstunfähigkeit definiert

Der Begriff der Dienstunfähigkeit wird im Bundesbeamtengesetz unter dem Paragraphen 44 wie folgt geregelt: „Die Beamtin auf Lebenszeit oder der Beamte auf Lebenszeit ist in den Ruhestand zu versetzen, wenn sie oder er wegen des körperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung der Dienstpflichten dauernd unfähig (dienstunfähig) ist.“ (Quelle)

Die Dienstunfähigkeit wird durch den Dienstherrn bescheinigt. Der Beamte wird dann in den Ruhestand versetzt oder entlassen.  Je nach Beamtenstatus – Lebenszeit, Probe oder Widerruf – erhält der Beamte ein Ruhegehalt.

Warum eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen?

Ein Ruhegehalt erhält nur, wer bereits 5 Dienstjahre vorweisen kann. Die Höhe des Ruhegalts berechnet sich nach den Dienstjahren. Beamte auf Probe oder auf Widerruf werden bei Dienstunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Für sie ist eine private Dienstunfähigkeitsversicherung besonders wichtig. Denn Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten nur Personen, die die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten erfüllen.

Klauseln einer Dienstunfähigkeitsversicherung beachten

Wie eine BU-Versicherung kann eine Dienstunfähigkeitsversicherung auch Klauseln enthalten, die gewisse Einschränkungen im Leistungsfall mit sich bringen. Es gibt unter anderem Klauseln, die Beamte auf Widerruf und auf Probe schlechter stellen als Beamte auf Lebenszeit. Zu dem sehen einige Verträge ein Recht zur Nachprüfung vor. Das bedeutet für den Versicherungsnehmer, dass der Versicherer zu einem späteren Zeitpunkt erneut prüfen lassen kann, ob noch eine Dienstunfähigkeit vorliegt. Ist dies nicht der Fall kann der Versicherer seine Leistungen einstellen, auch wenn der Dienstherr den Beamten nicht wieder einstellt und weiter für dienstunfähig begutachtet. Einige Versicherungsgesellschaften leisten auch nur eine gewisse Zeit für die reine Dienstunfähigkeit. Ist diese Spanne vorbei, muss eine echte Berufsunfähigkeit nachgewiesen werden, damit der Anspruch auf Dienstunfähigkeitsrente nicht erlischt.

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Was kostet eine Dienstunfähigkeitsversicherung?

Pauschal zu sagen, was eine Dienstunfähigkeitsversicherung kostet, ist nicht möglich. Der Beitrag berechnet sich, wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, nach persönlichen Kriterien, wie dem Alter, Vorerkrankungen und dem ausgeübten Beruf. Ein Polizist wird, aufgrund der Gefahr eher dienstunfähig zu werden, mehr Beiträge zahlen müssen als eine verbeamtete Verwaltungs-angestellte.  Auch vorhandene Vorerkrankungen können zu einem Ausschluss der Leistungen führen. Wer sich für den Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung interessiert, sollte sich vorab gründlich von einem Experten beraten lassen.

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