Öffentliches Defizit im Euroraum und in der EU28 bei 0,5 Prozent…

… bzw. 0,7 Prozent des BIP, öffentlicher Schuldenstand bei 85,9 Prozent und 80,4 Prozent.

Öffentliches Defizit im Euroraum und in der EU28 bei 0,5 Prozent...
Quelle: pixabay, Creator: pixel2013

Im Jahr 2018 verringerten sich das öffentliche Defizit und der öffentliche Schuldenstand relativ gesehen sowohl im Euroraum (ER19) als auch in der EU28 im Vergleich zu 2017. Gemessen am BIP ging das öffentliche Defizit im Euroraum von 0,9% im Jahr 2017 auf 0,5% im Jahr 2018 und in der EU28 von 1,0% auf 0,7% zurück. Gemessen am BIP verringerte sich der öffentliche Schuldenstand im Euroraumvon 87,8% (Ende 2017) auf 85,9% (Ende 2018) und in der EU28 von 82,1% auf 80,4%.

In dieser Pressemitteilung stellt Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, Daten zum öffentlichen Defizit und öffentlichen Schuldenstand bereit, die auf den Angaben beruhen, die die EU-Mitgliedstaaten in der zweiten Datenmeldung im Jahr 2019 für die Jahre 2015 bis 2018 im Rahmen des Verfahrens bei einem übermäßigen Defizit (VÜD) übermittelt haben. Diese Datenmeldung erfolgt gemäß dem Europäischen System Volkwirtschaftlicher Gesamtrechnungen ESVG 2010. Zudem beinhaltet diese Pressemitteilung Daten zu den Einnahmen und Ausgaben des Staates.

Im Jahr 2018 verzeichneten Luxemburg (+ 2,7%), Deutschland und Malta (je +1,9%), Bulgarien (+ 1,8%), die Niederlande (+ 1,5%), Tschechien (+1,1%), Griechenland (+1,0%) Dänemark, Slowenien und Schweden (je +0,8%), Litauen (+ 0,6%), Kroatien (+ 0,3%), Österreich (+ 0,2%) und Irland (+ 0,1%) einen öffentlichen Überschuss. Zwei Mitgliedstaaten wiesen ein Defizit von 3% oder mehr des BIP auf: Rumänien (- 3,0%) und Zypern (- 4,4%). Am Ende des Jahres 2018 wurden die niedrigsten Verschuldungsquoten (öffentlicher Schuldenstand im Verhältnis zum BIP) in Estland (8,4%), Luxemburg (21,0%), Bulgarien (22,3%), Tschechien (32,6%), Litauen (34,1%) und Dänemark (34,2%) verzeichnet. Vierzehn Mitgliedstaaten wiesen eine Verschuldungsquote von mehr als 60% des BIP auf. Die höchsten Verschuldungsquotenwurden in Griechenland (181,2%), Italien (134,8%), Portugal (122,2%), Zypern (100,6%), Belgien (100,0%), Frankreich (98,4%) und Spanien (97,6%) registriert. Im Jahr 2018 beliefen sich die Staatsausgaben im Euroraum auf 47,0% des BIP und die Staatseinnahmen auf 46,5%. Die entsprechenden Zahlen für die EU28 lagen bei 45,8% bzw. 45,1%. Zwischen 2017 und 2018 haben sich die Ausgaben des Staates im Verhältnis zum BIP in beiden Gebieten verringert, während die Einnahmen des Staates im Verhältnis zum BIP gestiegen sind.

Weitere Texte:  Hoher Geldabfluss aus der EU in 2018

Vorbehalte zu den gemeldeten Daten

Ungarn: Eurostat zieht den Vorbehalt gegenüber der Qualität der von Ungarn gemeldeten Daten in Bezug auf die Sektorzuordnung der „Hungarian Association for the Stockpiling of Hydrocarbons (MSZKSZ)“und der von der Ungarischen Nationalbank errichtetenStiftungen zurück. Die Stiftungen, einschließlich ihrer Tochtergesellschaftensowie der Verband MSZKSZ, wurden dem Sektor Staat zugeordnet. In erster Linie aufgrund des kombinierten Effekts dieser Umgliederung wurde ein Anstieg des öffentlichen Schuldenstands um 0,4 Prozentpunkte (Pp.) des BIP für 2017, um 0,3 Pp. des BIP für 2015, 2016 und 2018 verzeichnet, während sich das Defizit um 0,2 Pp. des BIP für 2017 und um 0,1 Pp. für 2015 und 2016erhöhte.

Slowakei:Eurostat zieht den Vorbehalt gegenüber der Qualität der von der Slowakei gemeldeten Daten in Bezug auf die Verbuchung bestimmter Staatsausgaben zurück.Die slowakischen Statistikbehörden haben den Sachverhalt überarbeitet, was zu einem Anstieg des öffentlichen Defizits um 0,2% des BIP für 2018 führte.

(Eurostat)

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