Hoher Geldabfluss aus der EU in 2018

Persönliche Übertragungen in der EU: Geldbeträge, die von EU-Ansässigen in Nicht-EU-Länder geschickt wurden, im Jahr 2018 auf 35,6 Mrd. Euro gestiegen.

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Zuflüsse in die EU unverändert in Höhe von 10,9 Mrd. Euro Im Jahr 2018 belief sich die Summe der Gelder, die von Ansässigen der Europäischen Union (EU) in ein Nicht-EU-Land geschickt wurden, sogenannte persönliche Übertragungen, auf 35,6 Milliarden Euro, gegenüber 32,6Mrd. im Jahr 2017.

Die Zuflüsse in die EU betrugen im Jahr 2018 10,9 Mrd. Euro und blieben somit unverändert gegenüber 2017. Daraus ergab sich ein Negativsaldo (-24,6Mrd.) für die EU gegenüber der übrigen Welt. Die Mehrheit der persönlichen Übertragungen (Zahlungen) besteht aus Geldbeträgen, die von Migranten in ihr Heimatland geschickt wurden.

Höchster Überschuss bei persönlichen Übertragungen in Portugal, größtes Defizit in Frankreich Unter den Mitgliedstaaten, für die Daten veröffentlicht werden, waren die Abflüsse persönlicher Übertragungen im Jahr 2018 aus Frankreich (11,4Mrd. Euro) am höchsten, darauf folgten Spanien (7,7Mrd. –siehe länderspezifische Anmerkung), das Vereinigte Königreich (7,0 Mrd.), Italien (6,5Mrd.) und Deutschland (5,2Mrd.). Die höchsten Zuflüsse registrierte hingegen Portugal (3,6Mrd. Euro), vor Rumänien (3,0Mrd.), Polen (2,9Mrd.), dem Vereinigten Königreich (2,3Mrd.) und Italien (2,0Mrd.). Infolgedessen verzeichneten im Jahr 2018 Portugal (+3,1Mrd. Euro), Rumänien (+2,7Mrd.) und Polen (+2,5Mrd.) die größten Überschüsse bei persönlichen Übertragungen, während Frankreich(-10,5Mrd. Euro) das bei weitem stärkste Defizit verbuchte, gefolgt von Deutschland (-5,1Mrd.), dem Vereinigten Königreich (-4,7Mrd.) und Italien (-4,5Mrd.).

Persönliche Übertragungen außerhalb der EU hauptsächlich nach Afrika und Asien

Im Jahr 2018 wurden die höchsten Anteile von Zuflüssen aus anderen EU-Mitgliedstaaten an den gesamten Zuflüssen in der Slowakei (99%), Ungarn (90%), Luxemburg und Rumänien (je 89%), Polen (85%) und Schweden (83%) registriert.

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Demgegenüber machten Extra-EU-Zuflüsse in Frankreich (74%) etwa drei Viertel der gesamten Zuflüsse aus und etwa zwei Drittel in Malta (63%) und Belgien (61%). Die Slowakei (97%), Luxemburg (88%), Irland (79%) und Finnland (70%) waren die Mitgliedstaaten, die den höchsten Anteil von Intra-EU-Abflüssen an den gesamten Abflüssen registrierten. Bei den Extra-EU-Abflüssen wurden die höchsten Anteile in Slowenien (88%), Belgien (85%), Italien und Polen (je 83%), den Niederlanden und Portugal (je 82%) sowie in Frankreich (78%) verzeichnet. Persönliche Übertragungen außerhalb der EU gingen hauptsächlich nach Asien (21% aller Extra-EU-Abflüsse), gefolgt von Nordafrika (18%), europäischen Nicht-EU-Ländern (16%), Zentral-und Südafrika (14%) sowie Südamerika (13%).

Persönliche Übertragungen umfassen alle laufenden Übertragungen von Geld-oder Sachleistungen durch gebietsansässige private Haushalte an gebietsfremde private Haushalte und umgekehrt, unabhängig von der zugrundeliegenden Finanzierungsquelle, der Beziehung zwischen den Haushalten und des Zwecks der Übertragung. Somit ist das Konzept der “persönlichen Übertragungen” breiter angelegt als das Konzept der Heimatüberweisungen (Arbeitnehmerentgelt).

(Eurostat)

Die genauen Aufstellungen der persönlichen Übertragungen aus EU, welche in 2018 von EU-Ansässigen in Nicht-EU-Ländergeschickt wurden, lassen sich hier herunterladen.

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