Hoffnung auf Corona-Impfstoff beflügelt den Dax

Der deutsche Aktienmarkt startet gut in die neue Woche. Ein wichtiger Grund ist der neue Stand der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Die positiven Nachrichten sorgen für Kursanstiege bei Fluglinien und Reiseunternehmen. Schlecht sieht es hingegen für viele Versandhändler aus, die von der Corona-Krise profitiert haben.

Dax weiter im Aufwind

Der Dax trotz der Corona-Krise und ist weiter im Aufwind. Heute legte er bis jetzt um 1,01 Prozent zu. Im frühen Handel knackte er sogar die Marke von 13.300 Punkten. Zuletzt wurde so ein Wert im September erreicht. Auch der MDax 60 sowie der EuroStoxx 50 zeigen aktuell eine aufstrebende Tendenz.

Die Profiteure sind vor allem in der Reisebranche zu finden, welche unter der Corona-Krise ganz besonders stark gelitten hat. Da die Aussicht auf die baldige Fertigstellung und Verteilung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus gut aussieht, investieren viele Menschen in Unternehmen wie Airbus oder die Lufthansa, da davon auszugehen ist, dass derartige Unternehmen in absehbarer Zukunft wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen können dürften.

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Lieferdienste und Versandhändler stürzen ab

Vor allem Lieferdienste konnten von der Krise profitieren. Unternehmen wie Zooplus oder Shop Apotheke legten beim Versand ordentlich zu. Auch Lieferdienste wie Delivery Hero konnten deutliche Umsatzsteigerungen verbuchen. Da davon auszugehen ist, dass diese erfolgreiche Zeit endet, sobald die Gastronomie ihren Normalbetrieb wieder aufnimmt, ziehen die ersten Anleger ihr Geld ab und sorgen für sinkende Aktienkurse.

Besonders stark betroffen dürfte Hellofresh sein. Hellofresh vertreibt Kochboxen mit Rezepten und frischen Zutaten. Das Unternehmen konnte in der Krise große Erfolge feiern. Abgesehen von dem generell zu erwartendem Kursverfall, treibt eine kritische Studie von JPMorgan Sorgenfalten auf die Stirn der Aktionäre.

JPMorgan: Düstere Aussichten für Hellofresh

Nach Veröffentlichung der Studie sank der Aktienwert schnell um drei Prozent auf 48,41 Euro. In der Studie gibt sich ein Analyst besorgt über die Zukunft von Hellofresh. Laut Marcus Diebel ist es unwahrscheinlich, dass das Unternehmen weiterhin so viele neue Stammkunden akquirieren kann, wie es in den letzten Monaten der Fall war. Im Oktober kostete eine Aktie von Hellofresh zeitweise 56,40 Euro. Im Vergleich zum Jahresanfang hat sich der Wert in etwa verdreifacht. Diebel prognostiziert einen weiteren Kursverlust und hält einen Aktienwert von nur noch 35 Euro für realistisch.