Fresenius bestätigt Ausblick nach solidem Q3 2019

  • Starkes organisches Wachstum in allen Unternehmensbereichen
  • Planmäßiger Fortschritt der Investitionen in zukünftiges Wachstum
  • Fresenius Kabi wächst weiterhin ausgezeichnet in Schwellenländern und gleicht damit schwächeres Quartal in Nordamerika teilweise aus
  • Fresenius Helios erreicht hervorragendes organisches Umsatzwachstum in allen Regionen
  • Fresenius Medical Care erzielt Rekordwachstum in der Heimdialyse in Nordamerika
Fresenius bestätigt Ausblick nach solidem Q3 2019
Quelle: Fresenius, Abfülung Arzneimittel

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Unsere Geschäfte haben sich im dritten Quartal ordentlich entwickelt. Fresenius ist damit weiter auf Kurs, die Ergebnisse zu liefern, die wir im Februar versprochen haben. Wir sind in allen vier Unternehmensbereichen aus eigener Kraft stark gewachsen. Unsere angekündigten Investitionen laufen planmäßig. Diese drücken in diesem Jahr auf unseren Gewinn. Wir tun damit aber genau das Richtige, um auf Dauer leistungsfähig und erfolgreich zu sein. Denn unser Anspruch ist, auch morgen und übermorgen eine wachsende Zahl von Menschen kostengünstig mit guter Medizin zu versorgen.“

Konzern-Ausblick für 2019 bestätigt

Auf Basis der guten Entwicklung der ersten neun Monate 2019 sowie der guten Aussichten für das restliche Geschäftsjahr bestätigt Fresenius den Umsatz- und Ergebnisausblick für 2019. Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt um 4 bis 7 % steigen. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um ~0 % wachsen. Im Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 sind die Umsatzbeiträge sowie die Ergebnisbelastung von NxStage berücksichtigt.

Fresenius erwartet, dass der Verschuldungsgrad zum Jahresende 2019 um das obere Ende des ursprünglichen Zielkorridors von 2,5x bis 3,0x liegen wird. Diese Erwartung beinhaltet die Akquisition von NxStage, die im Jahr 2019 ~30 Basispunkte beiträgt, und exkludiert IFRS 16-Effekte.

Der langjährige Zielkorridor der berichteten Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA wurde infolge der Anwendung von IFRS 16 („IFRS 16-Effekt“) auf 3,0x bis 3,5x angehoben.

Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen

Zum 30. September 2019 betrug die Anzahl der Beschäftigten im Konzern 292.635 (31. Dezember 2018: 276.750).

6 % währungsbereinigter Umsatzanstieg

Der Konzernumsatz lag bei 8.842 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -35 Mio €. Der Konzernumsatz auf vergleichbarer Basis stieg um 8 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 8.877 Mio € (3. Quartal 2018: 8.185 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Im 1.-3. Quartal 2019 lag der Konzernumsatz bei 26.098 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -75 Mio €. Der Konzernumsatz auf vergleichbarer Basis stieg um 8 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 26.173 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 24.179 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 2 %. Sie ergaben sich insbesondere aus der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro.

Währungsbereinigtes Konzernergebnis 

Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen betrug 1.763 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 237 Mio €. Der Konzern-EBITDA auf vergleichbarer Basis stieg um 4 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 1.526 Mio € (3. Quartal 2018: 1.463 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2019 betrug der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen 5.167 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 699 Mio €. Der Konzern-EBITDA auf vergleichbarer Basis erhöhte sich um 3 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 4.468 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 4.352 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen betrug 1.153 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 23 Mio €. Der Konzern-EBIT2 auf vergleichbarer Basis stieg um 2 % (währungsbereinigt: -1 %) auf 1.130 Mio € (3. Quartal 2018: 1.112 Mio €). Die EBIT-Marge auf vergleichbarer Basis sank auf 12,7 % (3. Quartal 2018: 13,6 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 1.129 Mio €. Signifikant dazu beigetragen haben eine Anpassung der Umsatzrealisierung für gerichtlich eingeklagte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 84 Mio € sowie den Effekt aus einer Reduzierung der dem ESCO-Programm zugeordneten Patienten und einer sinkenden Kosteneinsparungsrate, basierend auf in Diskussion befindlichen Berichten zu aktuellen und vorherigen Programmjahren sowie die schwächere Entwicklung bei Fresenius Kabi in Nordamerika. Investitionen in vorbereitende Strukturmaßnahmen bei Fresenius Helios für regulatorische Anforderungen in Deutschland wirkten belastend auf den Konzern-EBIT. Gegenläufig wirkte ein außerordentlicher Ertrag aus dem Effekt der Bewertung der Beteiligung an Humacyte Inc. zum beizulegenden Zeitwert bei Fresenius Medical Care.

Im 1.-3. Quartal 2019 betrug der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen 3.401 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 79 Mio €. Der Konzern-EBIT auf vergleichbarer Basis stieg um 1 % (währungsbereinigt:  2 %) auf 3.322 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 3.297 Mio €). Die EBIT-Marge auf vergleichbarer Basis betrug 12,7 % (1.-3. Quartal 2018: 13,6 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 3.362 Mio €.

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -171 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -47 Mio €. Das Zinsergebnis auf vergleichbarer Basis verbesserte sich auf -124 Mio € (3. Quartal 2018: -141 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen durch erfolgreiche Refinanzierungsaktivitäten und niedrigeren Zinssätzen. Das berichtete Zinsergebnis lag bei -172 Mio €.

Im 1.-3. Quartal 2019 lag das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen bei -532 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -153 Mio €. Das Zinsergebnis auf vergleichbarer Basis verbesserte sich auf -379 Mio € (1.-3. Quartal 2018: -420 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis lag bei -535 Mio €.

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen und unter Anwendung von IFRS 16 lag im 3. Quartal 2019 sowie im 1.-3. Quartal 2019 bei 23,1 %. Die Steuerquote auf vergleichbarer Basis lag im 3. Quartal 2019 sowie im 1.-3. Quartal 2019 ebenfalls bei 23,1 % (3. Quartal 2018: 21,3 %; 1.-3. Quartal 2018: 21,9 %).

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei 310 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 11 Mio €. Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn auf vergleichbarer Basis belief sich auf 321 Mio € (3. Quartal 2018:
320 Mio €).

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Im 1.-3. Quartal 2019 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei 834 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 31 Mio €. Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn auf vergleichbarer Basis lag im 1.-3. Quartal 2019 bei 865 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 880 Mio €). Davon entfielen 93 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care.

Das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen betrug 445 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -8 Mio €. Das Konzernergebnis auf vergleichbarer Basis stieg um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 453 Mio € (3. Quartal 2018: 444 Mio €). Das berichtete Konzernergebnis betrug 444 Mio €.

Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen betrug 0,80 € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -0,01 €. Das Ergebnis je Aktie  auf vergleichbarer Basis stieg um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 0,81 € (3. Quartal 2018: 0,80 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie betrug 0,80 €.

Im 1.-3. Quartal 2019 betrug das Konzernergebnis vor Sondereinflüssen 1.373 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -25 Mio €. Das Konzernergebnis auf vergleichbarer Basis stieg um 2 % (währungsbereinigt: 0%) auf 1.398 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 1.368 Mio €). Das berichtete Konzernergebnis betrug 1.368 Mio €. Im 1.-3. Quartal 2019 betrug das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen 2,47 € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -0,04 €. Das Ergebnis je Aktie auf vergleichbarer Basis stieg um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 2,51 € (1.-3. Quartal 2018: 2,46 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie betrug 2,46 €.

Investitionen in Wachstum fortgesetzt

2019 ist für Fresenius ein Jahr der Investitionen. Fresenius macht gute Fortschritte in allen Investitionsinitiativen. Diese sind darauf ausgerichtet, nachhaltiges Wachstum zu sichern. Fresenius investierte 586 Mio € in Sachanlagen (3. Quartal 2018: 539 Mio €). Dies entspricht 7 % vom Umsatz. Im 1.-3. Quartal 2019 investierte Fresenius 1.592 Mio € in Sachanlagen (1.-3. Quartal 2018: 1.370 Mio €). Schwerpunkte bildeten Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Dies entspricht 6 % vom Umsatz.

Das Akquisitionsvolumen betrug 135 Mio € (3. Quartal 2018: 490 Mio €). Das Akquisitionsvolumen im 1.-3. Quartal 2019 betrug 2.292 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 876 Mio €) und war von der NxStage-Akquisition durch Fresenius Medical Care geprägt.

Cashflow-Entwicklung

Der operative Konzern-Cashflow betrug 1.483 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 185 Mio €. Adjustiert um IFRS 16 lag der operative Konzern-Cashflow bei 1.298 Mio € (3. Quartal 2018: 1.293 Mio €) mit einer Marge von 14,6 % (3. Quartal 2018: 15,8 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden adjustiert um IFRS 16 lag bei 722 Mio € (3. Quartal 2018: 768 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden adjustiert um IFRS 16 betrug 547 Mio € (3. Quartal 2018: 230 Mio €). Der IFRS 16-Effekt betrug jeweils 185 Mio €. Entsprechend verschlechterte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 185 Mio €.

Im 1.-3. Quartal 2019 betrug der operative Konzern-Cashflow 2.977 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 538 Mio €. Adjustiert um IFRS 16 lag der operative Konzern-Cashflow bei 2.439 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 2.549 Mio €) mit einer Marge von 9,3 % (1.-3. Quartal 2018: 10,3 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden adjustiert um IFRS 16 lag mit 850 Mio € unter dem Vorjahr (1.-3. Quartal 2018: 1.193 Mio €) im Wesentlichen aufgrund gestiegener Investitionen. Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden adjustiert um IFRS 16 betrug -2.172 Mio € (1.-3. Quartal 2018: 1.172 Mio €). Der IFRS 16-Effekt betrug jeweils 538 Mio €. Entsprechend verschlechterte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 538 Mio €.

Solide Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns betrug 66.759 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 5.667 Mio €. Adjustiert um IFRS 16 stieg die Bilanzsumme des Konzerns1 um 8 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 61.092 Mio € (31. Dezember 2018: 56.703 Mio €). Die kurzfristigen Vermögenswerte1 stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 15.180 Mio € (31. Dezember 2018: 14.790 Mio €). Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 10 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 45.912 Mio € (31. Dezember 2018: 41.913 Mio €).

Das Eigenkapital betrug 26.696 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von -232 Mio €. Adjustiert um IFRS 16 stieg das Eigenkapital um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 26.928 Mio € (31. Dezember 2018: 25.008 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 40,0 %. Adjustiert um IFRS 16 lag die Eigenkapitalquote bei 44,1 % (31. Dezember 2018: 44,1 %).

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns beliefen sich auf 27.013 Mio € inklusive eines IFRS 16-Effekts von 5.899 Mio €. Adjustiert um IFRS 16 stiegen die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns um 11 % auf 21.114 Mio € (währungsbereinigt: 10 %) (31. Dezember 2018: 18.984 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns beliefen sich auf 25.414 Mio € einschließlich eines IFRS 16-Effekts von 5.899 Mio €. Adjustiert um IFRS 16 stiegen die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns um 20 % (währungsbereinigt: 18 %) auf 19.515 Mio € (31. Dezember 2018: 16.275 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der Akquisition von NxStage durch Fresenius Medical Care.

Der Verschuldungsgrad stieg zum 30. September 2019 auf 3,13x (31. Dezember 2018: 2,71x). Unter Berücksichtigung von IFRS 16 stieg der berichtete Verschuldungsgrad auf 3,55x.

(Fresenius)

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