EnBW mit weiterhin positiver Ergebnisentwicklung

  • Zuwachs von fast 39 Prozent bei den Erneuerbaren Energien in den ersten neun Monaten
  • Ergebnis für das Gesamtjahr 2019 wird in einer Bandbreite von 2,35 bis 2,5 Milliarden Euro erwartet
  • Finanzvorstand Kusterer: „Sind zuversichtlich unser Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2020 bereits in diesem Jahr zu erreichen“
Foto: EnBW/Uli Deck, EnBW Zentrale Karlsruhe

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 setzte die EnBW ihren Kurs mit einem operativen Ergebnis (Adjusted EBITDA) von rund 1,69 Milliarden Euro erfolgreich fort. Das Adjusted EBITDA liegt damit um 7,4 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres (1,57 Milliarden Euro). Der Umsatz betrug 14,37 Milliarden Euro (-3,2 Prozent). Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 22.934, dies entspricht einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Adjusted EBITDA für das Geschäftsjahr 2019 wird in einer Bandbreite von 2,35 bis 2,5 Milliarden Euro erwartet.

„Unsere Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigen wir unverändert“, betont Finanzvorstand Thomas Kusterer. „Dies vor allem mit Blick auf die im vierten Quartal neu hinzukommenden Ergebnisbeiträge unserer Offshore-Windparks Hohe See und Albatros sowie die stabilen Ergebnisbeiträge bei den Netzen. Vor diesem Hintergrund ist das Unternehmen zuversichtlich, unser strategisches Ziel für das Geschäftsjahr 2020 von 2,4 Milliarden Euro bereits in diesem Jahr zu erreichen, wohlwissend, dass wir dafür auch in unseren Effizienzanstrengungen nicht nachlassen dürfen“, so Kusterer weiter.

Der auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Adjusted Konzernüberschuss erhöhte sich von 397 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf aktuell rund 507 Millionen Euro für die ersten neun Monate 2019.

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Im Segment Vertriebe lag das Adjusted EBITDA in den ersten neun Monaten 2019 bei 187,4 Millionen Euro und damit um 7,5 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Die Abweichung ist im Wesentlichen auf gestiegene Beschaffungskosten für Strom und Gas zurückzuführen. Seit Beginn des dritten Quartals trägt auch das Kölner Telekommunikations-Unternehmen Plusnet, das im Juni 2019 erworben wurde, zum Ergebnis bei.

Das Geschäftsfeld Netze hat sich weiter positiv entwickelt. Das Adjusted EBITDA liegt bei 1024,6 Millionen Euro und erhöhte sich damit in den ersten neun Monaten 2019 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wesentlichen Einfluss auf die positive Ergebnisentwicklung haben die gestiegenen Erlöse aus Netznutzung, insbesondere aufgrund gestiegener erforderlicher Investitionen in die Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit der Netze.

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Im Segment Erneuerbare Energien stieg das Adjusted EBITDA in den ersten neun Monaten 2019 deutlich auf 298,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 38,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Verbesserung ist zum einen auf die Ergebnisbeiträge der Ende letzten Jahres in Schweden erworbenen Onshore-Windparks sowie auf insgesamt bessere Windverhältnisse bei den Onshore und Offshore Windparks in Deutschland zurückzuführen. Seit Beginn des dritten Quartals trägt zudem das französische Unternehmen Valeco zum Ergebnis bei. Die Offshore-Windparks Hohe See und Albatros werden im vierten Quartal 2019 zum Ergebnis beitragen.

Das Segment Erzeugung und Handel liegt in den ersten neun Monaten 2019 bei einem Adjusted EBITDA von 192,6 Millionen Euro und mit plus 0,6 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Terminpreise für die an den Großhandels- märkten verkauften Stromengen gestiegen. Gegenläufig wirkte der Entfall positiver Einmaleffekte, die das Ergebnis im Vorjahr geprägt hatten, sowie die unplanmäßige Verlängerung der Revisionen in den Kraftwerken Neckarwestheim (GKN2) und Philippsburg (KKP2).

Die Investitionen des EnBW-Konzerns haben sich mit rund 2,13 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (1,02 Mrd. Euro) verdoppelt. Dies liegt wesentlich am Erwerb des Wind- und Solarunternehmens Valeco sowie dem Erwerb der Plusnet GmbH. Beide Unternehmen unterstützen die strategische Ausrichtung der EnBW. Weitere Investitionen flossen in die Fertigstellung der Offshore-Windparks EnBW Hohe See und EnBW Albatros. Diese stehen vor der Inbetriebnahme. Alle 87 Anlagen sind fertig errichtet. Noch vor Jahresende sollen beide Windparks mit einer Leistung von insgesamt 609 MW ans Netz gehen.

Finanzvorstand Thomas Kusterer: „Dabei ist uns bewusst, dass die mit Valeco und Plusnet vorgezogenen Wachstumsinvestitionen natürlich auch unseren finanziellen Anspannungsgrad erhöhen. Zusätzlich belastend wirkt das Niedrigzinsumfeld mit Blick auf unsere Pensions- und Kernenergierückstellungen. Entsprechend sorgfältig werden wir unsere weiteren Investitionen planen und steuern.“

(EnBW)

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