Disney erzielt dank Streaming wieder Gewinne

Disney steigt nach guten Quartalszahlen

Die Corona-Pandemie hat Disney hart zugesetzt und für heftige Verluste gesorgt. Doch in den letzten drei Monaten erwirtschaftete der Unterhaltungskonzern einen Gewinn in Höhe von 29 Millionen US-Dollar. Dafür maßgeblich verantwortlich ist das Streaming-Geschäft rund um den Online-Videodienst Disney+, welcher mittlerweile mehr als 95 Millionen zahlende Nutzer vorweisen kann.

Streaming-Geschäft bringt Disney wieder in die Gewinnzone

Disney ist von der Corona-Pandemie schwer getroffen worden. Das Kerngeschäft kam im Grunde zum Erliegen. Trotzdem und trotz großer Verluste in den vorherigen Geschäftsquartalen konnte der Unterhaltungskonzern einen Gewinn in Höhe von 29 Millionen US-Dollar, das sind in etwa 24 Millionen Euro, erwirtschaften.

Eine besonders wichtige Rolle spielte dabei der Streamingdienst Disney+. Der direkte Konkurrent zum Marktführer Netflix startete erst im November 2019. Im Januar konnte Disney+ bereits 95 Millionen Abonnenten vorweisen. Das ist sehr erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Netflix, welches schon viel länger am Start und in viel mehr Ländern verfügbar ist, zum selben Zeitpunkt 204 Millionen Kunden verzeichnen konnte. Im Vergleich wirkt diese Zahl relativ klein.

Disney+ hat vor allem durch den massiven Einsatz von Lockangeboten in der Startphase des Dienstes viele Kunden gewonnen. Diese Strategie scheint sich ausgezahlt zu haben, denn die Zahl der Abonnenten steigt weiter, obwohl die allermeisten dieser Lockangebote mittlerweile ausgelaufen sind.

Gewinneinbruch um 99 Prozent

Im Jahresvergleich bedeuten die Zahlen einen Gewinneinbruch um satte 99 Prozent. Dieser Wert ist vor allem auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, welche in den vorherigen Quartalen für satte Verluste sorgte. Das Kerngeschäft mit den Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten verzeichnete einen Umsatzrückgang um 53 Prozent. Die Sonderbelastungen bezifferte Disney auf 2,6 Milliarden Dollar, und zwar nicht im gesamten Jahr, sondern nur im abgelaufenen Geschäftsquartal.

Insgesamt verzeichnete Disneys TV- und Filmsparte trotz der Erfolge beim Streaming einen Umsatzrückgang von fünf Prozent. Zur Streaming-Sparte gehören noch weitere Dienste wie die Onlineversion des Sportsenders ESPN und Hulu. Zusammengerechnet kommt Disney in dieser Sparte auf 146 Millionen Abonnenten.

Allerdings zählen auch das Kabelgeschäft und die Hollywood-Studios des Konzerns zu dieser Sparte. Vor allem die Studios leiden sehr unter der Corona-Krise. Der Gewinn der TV- und Filmsparte ging um zwei Prozent zurück und belief sich auf 1,5 Milliarden Dollar.

Trotz allem zeigten sich Anleger und Investoren ob der Zahlen sehr erfreut. Im Nachbörslichen Handel legte der Aktienkurs zeitweise um mehr als drei Prozent zu.