Die Kunststoffindustrie drängt zur Circular Economy

Das Problem ist fast jedem bekannt: Bürger, Mittelständler oder

Die Kunststoffindustrie drängt zur Circular Economy
Die Kunststoffindustrie drängt zur Circular Economy

Großindustrieller – alle kennen die Bilder des Mülls in den Ozeanen, der verdreckten Strände am Urlaubsort und der vielen Wegwerfartikel in Verbraucher-Hand. Auf der weltweit größten Kunststoff-Industrieschau, der K auf dem Gelände der Messe Düsseldorf drängen nicht erst jetzt Maschinenbauer, Rohstofflieferanten und nicht zuletzt auch die Politik auf nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Und in Gesprächen mit Branchenvertretern wird schnell klar: Es geht nur gemeinsam.

Aufbau und Testläufe sind im vollen Gange auf dem Gelände der Messe Düsseldorf. Hier startet schon am nächsten Tag die weltgrößte Industrieschau zum Thema Kunststoffmaschinen und Rohmaterialien. Eine Branche, die in Verruf geraten ist, weil weltweit viele aus Kunststoff hergestellte Produkte nach der Nutzung im Meer landen. Branchenvertretern ist das bekannt, und ihnen ist auch klar, dass Lösungen aus ihrer Mitte kommen müssen. ON Baunemann: „Wir brauchen die Chemie, wir brauchen die Kunststofferzeuger, die Verarbeiter, die Markenartikler, letztendlich auch den Handel und den Recycler. Und wenn alle zusammen an Lösungen arbeiten, dann klappt Circular Economy auch mit Kunststoff.“ Jährlich werden global 360 Millionen Tonnen Kunststoff erzeugt. Bis 2022 erwarten Branchenkenner bis zu 400 Mio. Tonnen. Kunststoff wird auch in Zukunft genutzt werden. Ziel muss es sein, so Produzenten und Verarbeiter, die Recyclingquote und die Nutzung von recycelten Kunststoffen deutlich zu erhöhen.

Viele Branchen würden mittelfristig nicht ohne Polymere auskommen. ON Dornscheidt: „Es werden ja immer einfachere Kunststoffe hergestellt aus immer einfacheren Materialien, die man auch wieder speziell für ein ganz bestimmtes Produkt einsetzt, und die dann sehr leicht zu recyceln sind. Aber, es muss erstmal recycelt werden. Wegschmeißen gilt nicht.“ Am Ende der Diskussion steht immer der Verbraucher. Um Müll zu vermeiden, müsste Kunststoff möglichst sortenrein dem Recycling zugeführt werden – weltweit. Eine komplette Vermeidung von Plastik ist mindestens unwahrscheinlich. Darum wünschen sich Branchenvertreter einen cleveren Umgang mit Kunststoff – das Signal soll, so die Veranstalter, deutlich sein auf der K 2019 – und es soll gehört werden, von Besuchern aus über 140 Ländern.

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