Die Genossenschaft Green Value SCE über die verschleppte Energiewende in Deutschland

Abkehr von Kohle könnte viele schneller gehen – Anbieter von Windkraftanlagen haben noch viele Kapazitäten

 

Suhl, 03.07.2018. „Der Appell des BUND zum Ausstieg aus der Kohlewirtschaft blieb weitgehend ungehört, dabei hat die Umweltschutzorganisation einen konkreten Ausstiegsplan vorgelegt“, – hierauf machen die Verantwortlichen der europäischen Genossenschaft Green Value SCE aufmerksam. Die Gewinnung von Strom aus Braun- oder Steinkohle ist ein maßgeblicher Faktor für ein Ausweiten der Treibhausgase. Dabei geht ein großer Teil der erzeugten Energie inzwischen in den Export, da er hierzulande überhaupt nicht mehr gebraucht wird“, erklärt Green Value SCE.

 

Klimaschutzziele in weiter Ferne

„Obwohl mit der Energiewende alle Voraussetzungen geschaffen wurden, wird die Bundesregierung bis 2020 die Emissionen nicht um 40 Prozent senken. Wir können froh sein, wenn 30 Prozent erreicht werden“, sagen die Fachleute der Green Value SCE. Der überwiegende Grund: Die Nutzung der konventionellen Energiequelle Kohle. Doch an deren Ausstieg will offenbar keiner ran. Dabei hat die gleiche Koalition bereits Voraussetzungen geschaffen, die einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien ermöglichen könnte. „Dies selbst vor dem Hintergrund als sich Sigmar Gabriel 2017 mit der Umstellung von fixen Einspeisevergütungen zum Ausschreibungsmodell ein Eigentor in den Kasten holte“, so die Green Value SCE.

 

Preise für Windenergie im Keller

Dabei wollte Gabriel ursprünglich erreichen, dass auch günstigere Anbieter – beispielsweise Bürgerinitiativen oder Energiegenossenschaften zum Zuge kommen. Sie erhielten das Privileg, dass sie ihre Projekte erst in vier statt in drei Jahren umsetzen mussten und sie benötigten zudem keine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. „Folglich sprangen die ganze Projektierer auf diesen Zug auf und gründeten Bürgerenergie-Gesellschaften, mit denen sie die Vorteile einsacken konnten“, erklären die Fachleute der Green Value SCE Genossenschaft. Sie konnten denn in 2017 auch nahezu alle Kontingente in Höhe von 2800 Megawatt für sich ergattern. Parallel dazu sanken die Preise für eingespeiste Kilowattstunden. Der gewollten Preisreduzierung steht allerdings entgegen, dass die geplanten Windräder frühestens 2021 in Betrieb gehen. Dies wiederum steht im Konflikt mit dem weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien. „Der Bundesregierung wurde klar, dass dies der falsche Weg ist, zumal ein Teil der Vorhaben aufgrund der fehlenden Bundesgenehmigungen sehr gewagt sind. Sie setzte daher die Bürgerenergie-Privilegien für die ersten beiden Auktionen in diesem Jahr wieder außer Kraft“, so die Experten der Genossenschaft Green Value SCE.

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Große Pipeline an Projekten

Das Ergebnis war erstaunlich: So gab es erstmals nicht genügend Nachfrage für das Kontingent von 670 Megawatt. Und dem nicht genug: Nach Einschätzung des Windenergieverbandes BWE liegen in den Schubladen der Projektentwickler ausreichend genehmigte Vorhaben. Derzeit sei man jedoch verunsichert, wie das politische Gezerre der Bundesregierung ausgehe. „Womit wir wieder beim Kohle-Thema sind: So lange die Große Koalition nicht an die heilige Kuh der Energiegewinnung durch konventionelle Energieträger – allen voran der Kohleindustrie – geht, wird sich diese Verunsicherung nicht legen. Der BUND tut daher gut daran, die Bundesregierung durch einen Abschaltplan zumindest moralisch unter Druck zu setzen“, meinen die Verantwortlichen der Green Value SCE.

 

 

Weitere Informationen unter: http://www.green-value-sce.de

 

Die Green Value SCE ist eine europäische Genossenschaft. Das Genossenschaftsprinzip der Green Value SCE drückt sich dabei durch einen gemeinschaftlich geprägten Investitionsansatz aus, der eine Streuung in unterschiedliche internationale Assets ermöglicht. Hierdurch wird einer breiten Zielgruppe von Investoren der Zugang zu Anlagen gewährt, die ihnen ansonsten vorbehalten geblieben wären.

 

 

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