Deutsche Wirtschaft im Rekordwachstum: 8,2 Prozent mehr als im Vorquartal

Trotz der Corona-Krise ist die deutsche Wirtschaft gewachsen. Das BIP legte laut dem Statistischen Bundesamt zwischen Juli und September stark zu. Im Vergleich zum Vorquartal konnte ein Plus von 8,2 Prozent verzeichnet werden. Allerdings rechnet Wirtschaftsminister Altmeier mit einem Rückgang von 5,5 Prozent im Jahr 2020.

Die deutsche Wirtschaft ist noch nicht über den Berg

Skyline mit Banken
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Nach dem Absturz im Frühling, durch die Corona-Pandemie, wächst die deutsche Wirtschaft im Rekordtempo und legte kräftig zu. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September um 8,2 Prozent gegenüber dem Sommerquartal. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Leider heißt dies noch lange nicht, dass die größte Volkswirtschaft in Europa über den Berg ist. Denn im Vergleich zum 4. Quartal im Jahr 2019, liegt das BIP um 4,2 Prozent niedriger. Somit ist trotz des hervorragenden Wachstums noch lange kein Land in Sicht. Wirtschaftsminister Altmeier geht sogar so weit, dass er mit einem Rückgang von 5,5 Prozent bis Ende des Jahres rechnet.

Die privaten Konsumausgaben sind höher

Was vor allem auffällt ist, dass die Konsumausgaben deutlich höher sind, als im Vorquartal. Zudem sind auch Unternehmer in besserer Stimmung und investieren in Ausrüstung und Maschinen. So konnte sich das stark eingebrochene zweite Quartal deutlich erholen. Durch den Lockdown im zweiten Quartal gab die Bevölkerung ihr Geld vor allem in Internet bei Amazon oder anderen großen Unternehmen aus. Durch die Schließung der Geschäfte konnte somit auch kein Umsatz gemacht werden.

Der Teil-Lockdown bremst womöglich den Aufschwung

Durch die steigenden Corona-Neuinfektionen hat die Regierung jetzt einen Teil-Lockdown veranlasst. Dieser könnte den Aufschwung wieder stark bremsen und so dafür sorgen, dass die Wirtschaft noch weiter einbricht. Zudem wird mit unzähligen Insolvenzen bis zum Jahresende gerechnet. Auch wenn die Regierung vor allem Künstler und Gastonomen, sowie alle die Unternehmen, die derzeit schließen müssen, auffängt, wird der Rekordaufschwung deutlich ausgebremst.

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Auch wenn die Schäden in den Monaten März und April deutlich schwerer waren, kommt es vermutlich jetzt zum Stillstand und der Aufschwung schwindet wieder. Dies zeigt sich auch daran, dass die Regierung einen BIP Rückgang von 5,5 Prozent für das gesamte Jahr 2020 voraussagt. Für das nächste Jahr hingegen wird mit ein BIP-Anstieg von 4,4 Prozente gerechnet und für 2022 ein Anstieg um 2,2 Prozent. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass das Vorjahresniveau frühestens 2021/2022 wieder erreicht werden kann.

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