CO2-Emissionen von Schiffen: EU fordert energieeffizienteren Schiffverkehr

Problemzone CO2-Emissionen durch den Schiffverkehr: Die EU bemüht

CO2-Emissionen von Schiffen: EU fordert energieeffizienteren Schiffverkehr
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sich um eine Verringerung des Verwaltungsaufwands für Schiffseigner bei gleichzeitiger Wahrung ihrer hohen Standards bei der Überwachung der CO2-Emissionen aus dem Schiffverkehr.

Die Botschafter der EU-Mitgliedstaaten haben sich heute auf ihren Standpunkt zu einem Vorschlag verständigt, mit dem die geltenden EU-Vorschriften aktualisiert und teilweise an das globale Datenerhebungssystem für den Kraftstoffverbrauch von Schiffen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) angeglichen werden.

“Der Seeverkehr muss energieeffizienter werden und weniger Kraftstoff verbrauchen, um zu unseren Klimazielen beizutragen. Die Unternehmen und die Allgemeinheit sollten wissen, wie viel Kraftstoff jedes Schiff verbraucht. Dies ermöglicht es uns, die Emissionen der Schiffe zu vergleichen und energieeffizientere Schiffsmodelle auszuwählen. Dies kommt der Umwelt zugute. Mit Blick auf die Zukunft ersuchen wir die Kommission, die Verordnung vor dem Hintergrund der weiteren Erfahrungen zu überprüfen.”
Krista Mikkonen, finnische Ministerin für Umwelt und Klima

 

Ab 2019 sind Schiffseigner verpflichtet, für die Überwachung und Berichterstattung zwei Systeme anzuwenden: das System der Überwachung, Berichterstattung und Überprüfung nach der EU-MRV-Verordnung und das globale IMO-Datenerhebungssystem. Der Rat ist sich darin einig, dass die teilweise Angleichung der Begriffsbestimmungen, Überwachungsparameter sowie der Monitoringkonzepte und Vorlagen der MRV-Verordnung zur Verringerung des Verwaltungsaufwands für Schifffahrtsunternehmen und nationale Behörden beiträgt und die Einhaltung der Berichterstattungspflichten im Rahmen der beiden Systeme erleichtert.

Der Rat ist jedoch der Auffassung, dass die Überwachung der beförderten Ladung und die Berichterstattung darüber weiterhin obligatorisch sein sollten. Diese Information trägt dazu bei, die Kraftstoffeffizienz von Schiffen besser einzuschätzen. Die Kommission hatte vorgeschlagen, dass die Berichterstattung über die beförderte Ladung freiwillig sein sollte.

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Der Rat hat auch eine Klausel hinzugefügt, mit der die Kommission um eine Überprüfung des Funktionierens der Verordnung ersucht wird.

Die auf der heutigen Tagung des Ausschusses der Ständigen Vertreter zwischen den Botschaftern der EU-Mitgliedstaaten erzielte Einigung bedeutet, dass der Rat zur Aufnahme von Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament bereit ist. Das Europäische Parlament hat seinen Standpunkt zu dem Vorschlag noch nicht festgelegt.

In wenigen Tagen wird in die vorliegende Pressemitteilung ein Link zum vollständigen Wortlaut des Standpunkts des Rates aufgenommen.

 

Hintergrund – Schiffverkehr in eine energieeffizientere Zukunft

Aufgrund des Verbrauchs fossiler Kraftstoffe verursacht den weltweiten Schiffverkehr erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen und trägt zum Klimawandel bei. Die Emissionen aus dem internationalen CO2-Emissionen von Schiffen: EU fordert energieeffizienteren Schiffverkehr machen schätzungsweise 2-3 % der gesamten weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Dies übertrifft die Emissionen jedes beliebigen EU-Mitgliedstaats. Wäre der Schifffahrtsektor ein Land, läge er weltweit an sechster Stelle auf der Liste der größten Emittenten.

Auf EU-Ebene sind die CO2-Emissionen aus dem Seeverkehr zwischen 1990 und 2008 um 48 % angestiegen. Im Jahr 2015 entfielen 13 % der gesamten EU-Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrssektor auf den Seeverkehr.

(EU)

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