Auch Renault spürt den Gegenwind

Renault’s Konzernumsatz erreichte in Q3 2019 EUR 11,296 Mrd. was einem

Auch Renault spürt den Gegenwind
Quelle: renault.com, Credits: Yannick BROSSARD, ALPINE A110S Testfahrten in Portugal

Rückgang von –1,6 Prozent zum Vorquartal entspricht (unter Annahme konstanten Wechselkurse -1,4 Prozent), was einem Quartalsabsatz von 852,198 Einheiten (-4,4 Prozent) entspricht, bei einem Rückgang des globalen Marktumsatzes von -4,2 Prozent.

Aufteilung des Quartal-Umsatzes von Renault nach Regionen

  • In Europa verzeichnete der Auto-Konzern einen Umsatzrückgang von -3,4 Prozent in einem um + 2,4 Prozent gestiegenen Markt. Dieser Rückgang ist teilweise auf eine hohe Vergleichsbasis zurückzuführen, die mit der Einführung des WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedures) für Personenkraftwagen im September 2018 und dem Warten auf die vollständige Verfügbarkeit von New Clio in Europa zusammenhängt
  • In außereuropäischen Regionen übertraf der Renault-Konzern den Markt. Bei einem Marktrückgang von -6,2 Prozent verzeichnete der Auto-Konzern einen Umsatzrückgang von -5,4 Prozent, der hauptsächlich auf den Rückgang der Märkte in der Türkei (-21,7 Prozent), Argentinien (-30,0 Prozent) und das Ende der Verkäufe im Iran seit August zurückzuführen war 2018 (23.649 verkaufte Fahrzeuge im dritten Quartal 2018). Ohne den Iran wäre der Umsatz um -0,3 Prozent gesunken
  • In Eurasien stieg der Marktanteil um +1,8 Punkte. Der Konzernumsatz stieg trotz des Rückgangs des türkischen Marktes um + 5,1 Prozente. In Russland stieg der Absatz (+ 6,1 Prozent) in einem Markt um -1,2 Prozent, was insbesondere auf die Einführung von Arkana und den anhaltenden Erfolg der Lada-Produkte zurückzuführen ist
  • In Amerika stieg der Marktanteil um +0,2 Punkte. In Brasilien stieg das Absatzvolumen um + 5,6 Prozent, in Argentinien sackte er um -37,7 Prozent ab
  • In Afrika, im Nahen Osten, in Indien und im pazifischen Raum (ohne Iran) stieg der Marktanteil um +0,1 Punkte. Das Absatzvolumen in der Region wird durch den Rückgang der Hauptmärkte beeinflusst. In Indien stieg der Marktanteil dank des erfolgreichen Starts von Triber um +0,5 Punkte. Der Umsatz hingegen ging um -7,8 Prozent zurück, bei einem um -27,4 Prozent rückläufigem Markt. In Südkorea hingegen verzeichnete der Auto-Konzern dank des Erfolgs von QM6 ein Umsatzplus von +11,5 Prozent, während dieser Markt um -1,7 Prozent nachgab
  • In der Region China bildeten sich die Volumina des Konzerns in einem Markt, der auf die Einführung von New Captur und Renault City wartete, um -5,0 Prozent auf -15,5 Prozent zurück.

Renault Q3-Einnahmen unter operativen Gesichtspunkten

  • Die Verkäufe an Partner verminderten sich um -5,5 Punkte, was auf die geringere Produktion von Nissan und Daimler, die Schließung des iranischen Marktes im August 2018 und die rückläufige Nachfrage nach Dieselmotoren in Europa zurückzuführen war
  • Der negative Währungseffekt von -0,7 Punkten war hauptsächlich auf die Abwertung des argentinischen Pesos zurückzuführen
  • Der Volumeneffekt wog -0,8 Punkte, hauptsächlich aufgrund des Rückgangs auf dem argentinischen, indischen und türkischen Marktes und einer hohen Vergleichsbasis im Jahr 2018 in Europa. Dieser Rückgang wurde teilweise durch günstige Auswirkungen der Bestandsveränderung ausgeglichen
  • Der Preiseffekt war um +2,1 Punkte positiv. Es spiegelt die Auswirkungen der Preispolitik des Konzerns in Europa sowie die Bemühungen wider, die Abwertung des argentinischen Pesos auszugleichen
  • Die Absatzfinanzierung (RCI Banque) erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 843 Mio. €, ein Plus von 5,4 Prozent gegenüber 2018. Die Anzahl der neuen Finanzierungsverträge ging um -0,8 Prozent zurück, hauptsächlich aufgrund geringerer Aktivitäten in Argentinien und in der Türkei. Die durchschnittlichen Performance Assets erhöhten sich um + 5,1Prozent auf 47,6 Mrd. €
  • Der Beitrag von AvtoVAZ (einer russischen Tochter des Renault-Konzerns) zum Konzernumsatz stieg im Quartal um +26,2 Prozent auf 791 Mio. €, nach Berücksichtigung eines positiven Wechselkurseffekts von 59 Mio. €. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um +16,7 Prozent gestiegen.

AUSBLICK 2019

  • Für 2019 wird ein Rückgang des globalen Automobilmarktes um rund -4 Prozent gegenüber 2018 erwartet (vorgängige Prognose -3,0 Prozent). Der Renault-Konzer erwartet eine adäquate Umsatzentwicklung, gemessen an Verkaufseinheiten
  • Der Markt geht davon aus, dass der europäische Markt zwischen 0,0 Prozent und -1 Prozent (im Vergleich zu früheren stabilen Märkten), der russische Markt um etwa -3 Prozent (im Vergleich zu früheren -2 Prozent und -3 Prozent) und der brasilianische Markt rund +7 Prozent, statt +8 Prozent wie früher prognostiziert, wachsen wird
  • Das Management rechnet mit einer Konzernbetriebsmarge von ca. +5,0 Prozent
  • Free-Cashflow Aussichten des Automotive-Bereiches sollte für das H2 2019 positiv ausfallen. Für das Gesamtjahr macht das Management keine verbindlichen Aussagen

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