25 Jahre Deutsche Telekom AG – vom öffentlichen Unternehmen zur Aktiengesellschaft

Mit der Privatisierung vor einem Vierteljahrhundert forcierte

Deutsche Telekom: Grenzenlose Mobilität mit GET CHARGE
Quelle: Deutsche Telekom, Zentrale Deutsche Telekom AG/ Aussenaufnahme

die Telekom ihre erfolgreiche Entwicklung zum internationalen IT- und Telekommunikationskonzern.

Der 1. Januar 1995 war für die Deutsche Telekom ein Schlüsseldatum. An diesem Tag vor 25 Jahren wurde aus dem öffentlich-rechtlichen Unternehmen Deutsche Bundespost Telekom – einem Sondervermögen des Bundes – offiziell eine privatrechtliche Aktiengesellschaft, die Deutsche Telekom AG. Die rechtliche Grundlage dieser Privatisierung bildete das „Gesetz zur Neuordnung des Postwesens und der Telekommunikation“, die sogenannte Postreform II. Im Zuge der Postreform I war die Deutsche Bundespost bereits im Jahr 1989 in die drei Bereiche Post, Postbank und eben Telekom aufgeteilt worden. Die Umwandlung dieser Geschäftsbereiche in Aktiengesellschaften und die damit verbundene Privatisierung war vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung der nächste konsequente Schritt.

Telekom muss sich im Wettbewerb behaupten

Die Telekom agierte Anfang der 1990er Jahre in einem Markt mit einer überaus großen Dynamik. So wuchs beispielsweise das Geschäft mit der mobilen Kommunikation auf Basis des ersten europäischen Mobilfunkstandards GSM und ab 1992 vorangetrieben durch den scharfen Wettbewerb der beiden Anbieter Telekom und Mannesmann Mobilfunk (heute Vodafone) in geradezu atemberaubendem Tempo. Um die Mitte der 1990er Jahre begann der Siegeszug der Internettechnologie und der damit verbundenen Anwendungen. Zusätzlich zur Evolution in diesen und vielen weiteren Technologie- und Anwendungsbereichen stellte der sich verschärfende Konkurrenzkampf im liberalisierten Telekommunikationsmarkt alle Wettbewerber vor große Herausforderungen. Die Telekom musste als Markt- und Technologieführer ihre unternehmerischen Strategien und Prozesse konsequent auf die Anforderungen im nationalen und zunehmend auch internationalen Wettbewerb ausrichten. Ein wichtiges Element dieser unternehmerischen Ausrichtung war der Zugang zum internationalen Kapitalmarkt und eine Kapitalerhöhung über eine Börsennotierung. Sie war für die Deutsche Telekom nicht zuletzt auch eine wichtige Voraussetzung für die internationale Expansion und den Ausbau des Geschäfts über die nationalen Grenzen hinaus.
Erster Börsengang im November 1996

Knapp zwei Jahre nach der Gründung der Deutschen Telekom AG erfolgte am 18. November 1996 der erste Börsengang der jungen Aktiengesellschaft. Ihm folgten ein weiterer Börsengang Ende Juni 1999 und ein dritter im Juni 2000. Die Telekom erlöste aus den beiden ersten Börsengängen umgerechnet rund 21 Milliarden Euro, der Erlös aus dem dritten Börsengang von rund 13 Milliarden Euro floss in den Bundeshaushalt. Der Kurs der Telekom-Aktie stieg nach der Erstplatzierung bis zum März 2000 auf ihren Höchststand von 103,50 Euro. In den Folgejahren verlor die Aktie – wie im Übrigen das Gros der Technologie- und Telekommunikationswerte – erheblich an Wert. Im Juni 2012 notierte sie mit einem Tiefststand von 7,71 Euro. Die Aktionäre der Telekom profitierten von einer zuverlässigen Dividendenzahlung, die Telekom-Aktie gilt seit langem als eine der sichersten und stabilsten Aktien in DAX und Euro-Stoxx.

Über die vergangenen zehn Jahre hat sich die T-Aktie an der Börse deutlich besser entwickelt als die Papiere der meisten großen europäischen Wettbewerber. Dies ist das Ergebnis einer klaren, auf Solidität ausgerichteten Finanzstrategie. Die Akteure am Kapitalmarkt überzeugte die Telekom zudem damit, dass der Konzern die definierten unternehmerischen Ziele erreichte oder sogar übertraf. Mit einem Börsenwert von derzeit rund 75 Milliarden Euro ist die Telekom das wertvollste europäische Telekommunikationsunternehmen.

Privatanleger der ersten Stunde, die ihre Treue-Aktien gehalten und die bezogenen Dividenden immer wieder in T-Aktien investiert haben, erreichten bis zum Jahresende 2019 eine Rendite von mehr als 150 Prozent auf das eingesetzte Kapital.

Aufbau Ost fordert das Unternehmen

Im deutschen Telekommunikationsmarkt hat die Telekom in den vergangenen Jahrzehnten eine Vielzahl bedeutender Aufgabenstellungen erfolgreich bewältigt. Nach der deutschen Wiedervereinigung hat der Konzern mit dem Programm „Aufbau Ost“ die marode Telekommunikationsinfrastruktur in den neuen Bundesländern zum modernsten Telekommunikationsnetz der Welt ausgebaut. In das 1997 vorzeitig abgeschlossene Programm investierte die Telekom umgerechnet rund 25 Milliarden Euro. In ganz Deutschland baute der Konzern das Telekommunikationsnetz bereits frühzeitig auf digitale Technik um. Inzwischen ist der nächster Technologie-Schritt – die Umstellung des Netzes auf die zukunftsorientierte Technik des Internet-Protokolls (IP) – nahezu abgeschlossen. Das Breitbandnetz der Telekom ebenso wie die Mobilfunkinfrastruktur gehen seit vielen Jahren immer wieder als Sieger aus Tests unabhängiger Prüfer hervor.
Telekom agiert immer stärker global

In den 25 Jahren seit der Gründung der Aktiengesellschaft hat sich die Deutsche Telekom als einer der führenden Telekommunikationskonzerne im globalen Markt etabliert. Zum Vergleich: Im Jahr der Privatisierung verzeichnete der Konzern einen Umsatz von umgerechnet rund 33 Milliarden Euro – im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umsatz 75,7 Milliarden Euro. Einst nationaler Anbieter von Telekommunikationsservices ist die Telekom heute ein weltweit tätiger Dienstleister mit Tochterunternehmen und Beteiligungen in mehr als 50 Ländern rund um den Globus. Einen Schwerpunkt des internationalen Engagements bilden die Länder in Mittel- und Osteuropa. Daneben ist seit vielen Jahren T-Mobile USA ein Schlüssel für Erfolg des Telekom Konzerns. Aktuell erwirtschaftet die Telekom 70 Prozent ihres Konzernumsatzes in den Tochterunternehmen und Beteiligungen außerhalb Deutschlands. Die Internationalisierung der Telekom spiegelt sich auch deutlich in der veränderten Personalstruktur wider. 1995 beschäftigte der Telekom Konzern in Deutschland rund 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heute sind für die Unternehmen der Telekom Gruppe weltweit 220.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Die Marke Telekom wird immer wertvoller

Über den Zeitraum von zweieinhalb Jahrzehnten hat die Deutsche Telekom ihre Konzernstruktur immer wieder neu ausgerichtet. So entwickelte die Deutsche Telekom mit der sogenannten Vier-Säulen-Strategien und den Konzerneinheiten T-Com (Festnetz), T-Mobile (Mobilkommunikation), T-Online (Internet) und T-Systems (Lösungen für Groß- und Systemkunden) gezielt Produkte und Services in den jeweiligen Marktsegmenten weiter. Mit dem Wandel des Marktes hin zu integrierten Lösungen aus mobiler Kommunikation und Breitbandkommunikation auf Basis der Internettechnik löste die Telekom die Vier-Säulen-Struktur auf und fokussierte ihre Konzernstruktur und Konzernstrategie darauf, ihren Kunden solche integrierten Lösungen aus internetbasierter Festnetzkommunikation, Mobilfunk und Mediennutzung zu bieten. Die Deutsche Telekom gehört mit rund 178 Millionen Mobilfunk-Kunden, 28 Millionen Festnetz- und 20 Millionen Breitband-Anschlüssen zu den führenden integrierten Telekommunikations-Unternehmen weltweit. Eine wichtige Rolle bei der Marktpositionierung und der Kundenbindung spielt die Marke Telekom. Die Unternehmensfarbe Magenta und das Firmenlogo aus dem Buchstaben „T“ und den quadratischen Digits sind die Symbole der wertvollsten europäischen Telekommunikationsmarke.

Langwieriges Schiedsgerichtsverfahren zur LKW Maut

In den vergangenen 25 Jahren musste die Deutsche Telekom einige kritische Entwicklungen und Herausforderungen meistern. Dazu gehörten neben einer Abhöraffäre auch die Dopingfälle in der Radmannschaft Team Telekom. Im Zusammenhang mit dem dritten Börsengang der Telekom kam es zu langwierigen juristischen Auseinandersetzungen mit Aktionären. Als Mitglied des Toll Collect-Konsortiums, das in Deutschland ein System für die Erhebung der Lkw-Maut aufbaute und betrieb, musste sich die Telekom mit einem vom Bundesverkehrsministerium angestrengten Schiedsverfahren auseinandersetzen.

Als eines der größten deutschen Unternehmen und einer der führenden Konzerne in der internationalen Telekommunikationsbranche machte die die Telekom von Anfang an deutlich, dass der Konzern seine gesellschaftliche Verantwortungen ernst nimmt. Über den gesamten Zeitraum von 25 Jahren engagierte und engagiert sich die Telekom immer wieder in gesellschaftlichen Projekten. Dazu gehören lokale Initiativen ebenso wie Engagements etwa im Behindertensport oder in der Telefonseelsorge.

5G steht in den Startblöcken

In den zurückliegenden 25 Jahren hat die Deutsche Telekom den schnellen technologischen Wandel in der Informationstechnik und Telekommunikation erfolgreich gemeistert und in vielen Bereichen maßgeblich mitgestaltet. Schon jetzt steht fest, dass sich dieser Wandel mit gesteigerter Geschwindigkeit fortsetzen wird. Schlüsseltechnologien wie 5G – die nächste Generation der Mobilfunktechnik – stehen bereits in den Startblöcken. T-Mobile USA hat jüngst mit dem Aufbau eines landesweiten 5G-Netzes in den Vereinigten Staaten begonnen. Auch auf ihrem Heimatmarkt in Deutschland setzt die Telekom bei der Netzplanung auf zusammenhängende Gebiete. Bis Ende 2020 will die Telekom hier über 1.500 5G-Antennen in Betrieb haben. Alle 16 Landeshauptstädte sollen dabei bevorzugt ausgebaut werden. Die neuen Technologien werden die Vernetzung auf eine neue Ebene heben: Das Internet der Dinge wird Realität. Anwendungen wie Augmented Reality (Erweiterte Realität) und die Nutzung der künstlichen Intelligenz erreichen im Verlauf der nächsten Dekade den Massenmarkt und werden nachhaltige Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft zur Folge haben. Für die Zeit nach 2030 erwarten Experten, dass weitere Technologien wie beispielsweise Quantum Computing und 6G völlig neue Möglichkeiten in IT und Telekommunikation eröffnen. Es ist klare Zielsetzung der Telekom, auch in Zukunft zu den führenden Anbietern im Markt zu gehören und die bestmöglichen Kundenerlebnisse zu realisieren. einsetzt. Denn das ist bereits heute klar: Der reine Zugang zu neuen Technologien, ist – anders als in den letzten 25 Jahren – nicht mehr ausreichend für den Erfolg im Markt; in den nächsten 25 Jahren wird gerade das Kundenerlebnis zum entscheidenden Differenzierungsfaktor im Markt.

(Telekom)

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